Timi in Japan

Sonntag, Oktober 09, 2005

Auf der Fahrt fanden nur wenige Personen schlaf. Und die Fahrt war ganz schön lange. So erreichten nach vielen Stopps an kleinen Läden in denen wir uns Trinken kauften Beppu, unser erstes Ziel für diesen Tag erst gegen 7 Uhr. Der Himmel hing mit vollen grauen Wolken. Dennoch war es warm und zum Glück noch nicht regnerisch. Wir kauften gleich unsere Eintrittskarten zu einem Preis von 2000 Yen und konnten damit mehrere Quellen besuchen und genauer anschauen. Die ganze Stadt Beppu ist voller heisser Quellen. Deshalb sind überall Dampfwolken zu sehen. Wir waren nicht die einizigen die die Quellen besuchten. Viele Japaner waren unterwegs, da dieses Wochenende mit dem Montag zu einem sehr langen wurde. Bei der Ersten Quelle war auch ein Zoo mit einigen Tieren. Beim zweiten war der Garten besonders schön und so richtig japanisch gestaltet, einfach touristisch wie man sich Japan vorstellt. Mit kleinen Bäumen, einem See, viel Ordnung und einem roten Schrein. Hier versucht man den oberen Querbalken des Schreins mit einem Stein zu treffen. Der Stein muss aber oben liegen bleiben. Geschieht das, dann geht der Traum oder Wunsch in Erfüllung. Hier konnte man auch seine Füße in das schöne aber nach Schwefel stinkende Wasser halten und entspannen.
Viele weitere Quellen später kamen wir noch zu einem riesigen Krokodilgehege und weiteren Sehenswürdigkeiten. An der letzten Quelle mussten wir noch 20 Minuten warten bis die Fontäne aus der Erde schoss. Wir bemerkten schon wie müde wir durch die Fahrt waren. Unser zweites Ziel für heute solle Mount Aso sein. Ein noch aktiver Vulkan dessen Krater man besuchen kann. Die ganze Landschaft ist von Vulkanen geprägt. Davor ging es dann aber zum Mittagessen wieder in ein gutes und bekanntes Restaurant, Mac Donaldo, so heißt es auf japanisch. Die Fahrt dauerte sehr lange und das Wetter verschlechterte sich zunehmend. Die Wolken wurden immer schwerer und es begann zu regnen. Auch die Augen unseres Fahrers Motoki wurden schwerer und er konnte es kaum noch aushalten.
Am Vulkan angekommen, durften wir wegen des Regens und den Wolken nicht auf die Spitze. Wir warteten und hatten glück. Die Wolkendecke lichtete sich etwas und wir durften zur Spitze. Nach weiteren 100 Fotos ging es bergab. Auf dem letzten Ziel stand ein Onsen, ein natürliches Japanisches Bad.
Motoki hatte bereits eines ausgesucht und es ging auch gleich auf direktem Wege dort hin. Für 400 Yen durften wir die verschiedenen Quellen ausprobieren und wieder super entspannen. Das Wasser roch leider wieder nach Schwefel, so das am Ende jeder nach faulen Eiern roch. Dafür durfte man aber in diesem Bad auch mit den Frauen zusammen in ein Bad das unter freiem Himmel ist. Die andern Bäder sind in Räumen und durch Wände getrennt. Am Ende wollten noch ein Paar Japaner Fotos mit uns machen, als seien wir von einem anderen Planet.
Die Nacht wollten wir in einem billigen Lovehotel verbringen. Eine Art Motel das auch nur für wenige Stunden benutzt werden kann. Alles sehr anonym gehalten. Die Hotels erkennt man an der tollten Beleuchtung wie auf einem Rummel. Zum Abendessen gab es Nudelsuppe mit einer gebratenen Scheibe Tofu.
Wir fanden ein billiges Lovehotel und wir durften die Nacht alle in einem Zimmer verbringen. Für nur 8000 Yen 10 Personen. Billiger geht es nicht glaube ich. Ein riesiges Bett, eine Wohnecke mit Kühlschrank und Fernseher, Bad und Wc, alles Komplett. Zu einem Lovehotel gehört auch ein Pornokanal und auch Kondome. Alles lag bereit und wir wunderten uns nur und machten Scherze. Die Müdigkeit hatte jeden Mitgenommen und so ging es gleich ins Bett oder auf unsere Decken und wir schliefen auf dem Boden. Jedenfalls war es eine gute Nacht.