Timi in Japan

Sonntag, Oktober 16, 2005

Samurai und Essen

Heute Nacht war es mal richtig kalt, habe einen Pyjama angezogen da mir kalt war. Ich muss mal meine dickere Decke aus dem Schrank packen. Jedenfalls war das Wetter richtig sonnig als ich schon um 9 Uhr aufstehen musste, da wir uns bereits um 10 Uhr wieder treffen wollten.
Auf dem Plan stand heute das Food Festival und die Samurai Vorführung. Wir trafen und pünktlich und machten uns auch schon bald auf den Weg zum Hiroshima Castle. Bereits in der Bahn und auch auf den Straßen war der große Andrang sichtbar. Wir gingen gleich zum Castle, da wir die Vorführung nicht verpassen wollten. Man musste nur der Menge folgen. Und wir kamen rechtzeitig in der Nähe der Burg an. Dort standen die 50-70 Samurais und posierten für die Fotos der Zuschauer. Das aller Beste, war natürlich das man sich mit ihnen zusammen fotografieren lassen konnte. Wir nutzen diesen Moment und schossen eine große Anzahl an Bildern. Die Japaner fingen auch an sich mit uns freundlich zu unterhalten und uns Tipps zu geben. Ein Samurai kam auf mich zu, hob sein Schwert und fragte mich wie „Guten Morgan“ auf japanisch heißt. Selbstverständlich konnte ich diese leichte Frage beantworten dank unseres Unterrichts. So durfte ich auch meinen Kopf behalten und es wurden mehrere Bilder mit dem Samurai gemacht. Schließlich endete ihre Tour im Schrein. Wir folgten ihnen und versuchten uns etwas zum Essen zu besorgen. Doch da merkte man wieder die große Begeisterung am Essen der Japaner. Überall Warteschlangen! Wir bekamen zur Probe eine kleine Schale Reis. Dieser wurde so zubereitet wie früher die Samurais diesen bevor sie gekämpft haben aßen. Lecker und auch von der Farbe her interessant. Weinrot, wahrscheinlich durch Bohnen oder die anderen Reissorten.
Später wurde auf der Bühne eine kleine Performance dargestellt. Wir verstanden kein Wort, weil alles Japanisch war. Einige lachten, es war anscheinen lustig. Am Anfang mussten wir auch lachen, da der Dienstbote ausgerutscht ist.
Die Sonne schien uns kräftig auf den Kopf, so trennten wir uns in kleinere Grüppchen. Ich schoss einige Fotos. Dann gab es eine Tanzperformance und Trommler. Später liefen wir noch herum und ich sah einem Floßrennen zu. Motokis Freunde kamen noch hinzu und unsere Gruppe wieder größer. Außerdem trank ich noch ein dunkles Sapporo Bier und unterhielt mich wieder mit einem Samurai.
Wir gingen dann noch auf den Flohmarkt auf der anderen Straßenseite, aber die hatten bereits mit aufräumen angefangen. Wir sahen einer kleinen Teezeremonie zu. Leider war diese bereits zum Ende gekommen. Doch wir wurden gefragt teilzunehmen. Eigentlich hätte das 500 Yen pro Person gekostet, aber die wollten nichts von uns, Japanische Gastfreundschaft! Wir setzten uns hin und bekamen gleich ein kleines Stück Kuchen aus Bohnen. Dann wurde jedem eine Tasse oder besser gesagt in einer Art Suppenteller der grüne richtig starke Tee serviert. Auf dem Tee war sogar noch eine Crema wie beim Senseo Kaffee. Wir lernten dann auch gleich wie man die Tassen dreht und zurück gibt. Alles hat seine Ordnung. Selbstverständlich wurden wir von jungen Damen in Kimonos bedient. Dann bekamen wir noch eine Zweite Tasse Tee. Wir bedankten uns ganz herzlich und machten uns nun auf den Weg ins Stadtzentrum. Auf dem Weg bekamen wir noch ein Paar Proben. Eine Creme fürs Gesicht und später Shampoo und Spülung. Habe auch noch was neues dazu gelernt! Wenn man sich Shampoo kauft und man kann die Schrift nicht lesen, dann soll man die Flasche mit Rillen an der Seite nehmen. Für die Blinden sind die Flaschen so von der Spülung zu unterscheiden, clever! Außerdem haben hier fast alle Gehwege eine Art „Führer“ für Blinde. Die Betonplatten haben mehrere Kerben, an denen sich die Blinden mit ihrem Stock orientieren können. Wir informierten uns über PC-TV Karten und MD Player und Waschmaschinen. Im DeoDeo konnte ich sogar einen neuen Rasierer von Panasonic ausprobieren. Ich hatte mich schon seit 2 Tagen nicht rasiert. Der Rasierer ist klasse! Ich war mal wieder neugierig und schaute wie viel eigentlich die Tasche für meine Digicam kostet, wenn ich sie normal kaufe. Als ich den Preis sah war ich baff. Umgerechnet 30 Euro, und ich habe die Tasche geschenkt bekommen, unglaublich oder?
Auf dem Heimweg machten wir noch einen Stopp im 105 Yen Sushi Shop.