Timi in Japan

Donnerstag, November 03, 2005

Die Nacht war kurz. Dafür war aber heute Feiertag. Aber unser Programm war schon seit Wochen festgeschrieben. Teezeremonie im Sukkei Garten in Hiroshima. Wir hatten auch schon die Karten. Hat 1400 Yen gekostet. Nicht billig, dafür anscheinend 2 Zeremonien und es sei sehr interessant und voller Besucher. Um kurz nach 12 haben wir unsere Lehrerin getroffen und sind mit ihr in den Garten. Sie hatte sogar einen Kimono ganz nach Tradition an, wir dafür auch ganz schick im Anzug oder etwas besser als alltäglich.
Der Garten war wirklich voller Besucher, und unsere Gruppe war einmal wieder Blickpunkt Nummer eins für die Japaner. Wir sind schon interessant für die, weil die nicht jeden Tag eine Gruppe voller Ausländer sehen. Wir sind sogar fotografiert worden.
Unsere erste Teezeremonie fing mit einem süßen Bohnenball an , der in der Mitte mit Reis gefüllt ist, lecker. Dann kam der Tee. Dieser war aus den Blüten des Teestrauches gemacht. Speziell ist das in den Tee Salz mit dem Teebesen gerührt wird. Dann kommen Seealgen (dunkle Farbe) und gekochte Sojabohnen dazu. Der Tee ist also salzig und wird salziger je länger er stehen bleibt. Sehr interessanter Geschmack! Nach dem trinken kann man dann die Bohnen essen.
Bei der zweiten Teezeremonie im Teehaus, einem speziellen Gebäude durften wir auf die VIP Plätze. Die Zeremonie dauerte eine Stunde. Wir sahen der jungen Frau zu wie sie den Tee vorbereitet. Dann bekommt jeder einen Reisball der mit Bohnen gefüllt is. Da gibt es dann spezielle Tücher zum Essen und Stäbchen. Alles ist ganz strikt und nach Plan. Dafür aber sehr ruhig und relaxed. Nach 30 Minuten bekommt man dann aber so wahnsinnige Schmerzen in den Beinen, das man nicht mehr sitzen kann. Der Grüntee ist sehr stark und dickflüssig. Hat auch eine Crema, wie Kaffe und riecht etwas fischig, aber daran habe ich mich bereits gewöhnt.
Nach der Zeremonie bin ich mit Nicolas und Aldo ins Hondori und waren mal wieder auf Shopping und Bummeltour. Aber auch Mittagessen, den unser Magen knurrte.

Zuhause angekommen habe ich mich kurz hingelegt. Dann sind wir zu Ali und dann haben wir uns um 21 Uhr getroffen um ins Public Bath zu gehen. Das war wieder eine Wohltat für Haut, Haare und Seele. Warmes Wasser und eine heiße Sauna, so richtiges relaxing. Wir waren nur zu sechst, so war es weitaus mehr entspannend und man konnte sich ruhig unterhalten.
Um zwölf Uhr sind wir noch in ein japanisches Junkfood Restaurant. Das war für unsere Verhältnisse aber kein Junkfood, sondern richtiges nahrhaftes und gesundes Essen! Um kurz nach ein Uhr sind wir dann endlich zuhause gewesen, war halt doch ein langer Tag nach einer kurzen Nacht.