Timi in Japan

Freitag, Dezember 23, 2005

Heute morgen bin ich schon um 5 Uhr aufgestanden und draußen war alles voller Schnee. Es hat die ganze Nacht geschneit und selbstverständlich waren alle Straßen noch voller Schnee. So sind wir dann zusammen zum Bahnhof gelaufen mit unserem Gepäck in der Hand. Wir nahmen dann unseren ersten Zug des Tages nach Hiroshima. Allein diese Fahrt dauerte schon 25 Minuten wegen der Verspätungen und des Schnees. Am Bahnhof wechselten wir unseren Zug in Richtung Okayama. Davor mussten wir noch einmal Umsteigen, aber das verlief alles ganz ohne Probleme da alle Züge etwas verspätet waren.
Ab uns zu schneite es noch und an manchen Orten war eine Menge Schnee. Bevor wir unseren ersten Sightseeing point erreichten durften wir wieder mal was typisch japanisches erleben. Im Zug saßen zwei japanischen Mädchen gegenüber von uns. Die haben sich, ungelogen, eine ganze Stunde geschminkt, und dann auch nur an den Augen. Die eine hat 5 mal Wimperntusche benutzt, jetzt weiß ich sogar wie das funktioniert. Aber das ist hier in Japan ganz normal das man sich im Zug vor allen schminkt! Sogar mit einer Wimpernzange ist die ans Auge…bei der holprigen Fahrt kann das schon ins Auge gehen. Unglaublich ist auch das die Mädels immer noch kurze Röcke und Hosen tragen ohne Strumpfhose!
Dann kamen wir in Himeji an. Dort schlossen wir unser Gepäck in die Locker ein und suchten uns erst einmal eine Restaurant fürs Mittagessen. Wir gingen in ein Subway. Und dann machten wir sehr viele Fotos im Schnee und im Hintergrund das Castle. Himeji ist bekannt aus dem Film „The last samurai“. Das Schloß ist echt schön und viele Japaner mit Kameras waren dort und machten bei super sonnigen Konditionen viele Bilder.
Um 16 Uhr nahmen wir dann wieder den Zug nach Osaka, unserem heutigen Etappenziel. Wir fuhren durch Kobe, der Stadt mit dem großen Erdbeben. Dann sah ich aus Ferne auch die Flugzeuge die in Kansai landeten und auch die Brücke. Dann kam auch schon die Nacht übers Land als wir in Osaka ankamen. Es war schon halb sechs. Wir informierten uns kurz und fuhren direkt in unser Hotel. Das Hotel „taiyo“ ist nicht gerade in einer tollen Gegend, aber es hat eine gute Verbindung per Bahn und Subway. Außerdem ist es super billig für nur 1500 Yen pro Nacht und es ist sauber, hat Klimaanlage, TV, Kühlschrank, Tatamimatten und Futon. Das Bad kann man nur abends benutzen, es ist eine Art japanischer Onsen. Hat sogar eine kleine Sauna!
Zum Abendessen sind wir nach Dotombori gefahren, eine Art Vergnügungsviertel in Osaka. Viele Junge Menschen und das erste mal das wir uns so richtig in einem neuen Japan fühlten. Das liegt wohl auch an der Größe der Stadt. Osaka ist die 2 größte Stadt in Japan nach Yokohama (ist aber ein Vorort von Tokyo). Auf den Straßen waren viele merkwürdige und interessante Menschen. Einer hat sogar auf die Straße gepinkelt. Das Viertel ist schon ziemlich „sexlastig“ mit Prostitution, Pachinko und Hostessen. Vor allem wenn man ein Parkplatz sieht mit 5 weißen Ferrari und 20 weißen Daimler. Wir haben Okonomiyaki gegessen, nach Osaka Art. Und später ging es in eine Bar namens „pink dragon“. Schöne Aussicht von dort, aber stranges Internieur. Um 23 Uhr ging es dann zurück ins Hotel, da wir ziemlich abgeschlagen waren.